Sur, Wadi Bani Khalid, Wahiba Sands

Hallo ihr Lieben,

Tag 2 war ähnlich vollgepackt wie unser erster Tag. Das macht aber nichts, denn trotz des vielen Programms fühlt sich hier einfach alles toll und nach Urlaub an. Nach dem Aufstehen und Auschecken, haben wir uns – gedankenlos – dazu hinreißen lassen, das Eincreme-Ritual (wir haben beide massiven Sonnenbrand) mitten vor dem Hotel an einer belebten Straße durchzuführen. Für die Jungs an der gegenüber gelegenen Tankstelle waren wir schnell das Gesprächsthema Nummer Eins.  Als wir nach der Eincreme-Session tanken waren, wurden wir mehrfach zu “good massaging” beglückwünscht. Nach einer Runde Schämen und Amüsieren steuerten wir die Dhow-Bauer an. Mittlerweile scheint dies auch kein wirklicher Geheimtipp mehr zu sein, denn wir besichtigten die Anlage mit einigen anderen Touristen. Wie die lieben Handwerker so freundlich und gelassen bleiben können, wo ihnen ständig neugierige Touris zwischen den Füßen herumlaufen, ist für mich ein absolutes Rätsel. Wenn ich mir vorstelle, während meiner Arbeit permanent und zum Teil ungefragt fotografiert zu werden, würde ich durchdrehen!

Weiter ging es dann zu einem kleinen Abstecher ins Wadi Bani Khalid, bevor wir uns um 15 Uhr an der Tankstelle in Al Wasil mit Huamid – dem Wüstencamp – Besitzer trafen. In einem Convoy von 4 Fahrzeugen ging es dann in die Wahiba Wüste zu unserem Zeltlager. Nach einer kleinen Begrüßung und Vorstellung machten wir uns auf den Weg, die 60 Meter hohe Düne hinter dem Zelt zu erklimmen. Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich habe mich noch nie so alt und unsportlich gefühlt. Für die 60 Meter (zu meiner Verteidigung muss ich sagen, es war super warm, ich hatte wenig getrunken und der Sand war unvorstellbar heiß) haben wir 1 Stunde und zahlreiche Pausen benötigt. Der Ausblick von dort oben entlohnt aber für alle Mühen und so spazierten wir bis zum Sonnenuntergang auf den Dünen umher und genossen die Ruhe und wunderschöne Aussicht. Der Weg nach unten ist deutlich spaßiger. Wenn Moritz gekonnt hätte, wäre er wahrscheinlich noch 10x hoch geklettert, um dann in vollem Speed wie ein Känguru die Düne hinab zu springen.

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Beim gemeinsamen Lagerfeuerplausch durften wir dann auch noch den Kadaver einer unfassbar großen Wüstenspinne bestaunen, die am Abend zuvor wohl das Camp ordentlich aufgemischt hatte. Was für eine schreckliche Vorstellung! Und natürlich hatten auch wir einen kleinen ungebetenen Besucher in unserem Zelt. Allerdings keine Spinne (Halleluja!) sondern eine Eidechse. Diese konnte aber nach einem etwa 30-minütigen Versteckspiel von Moritz in einem Mülleimer nach draußen befördert werden.

Zum Abschluss eines wunderbaren Tages hat uns der gigantische Sternenhimmel dann noch eine Sternschnuppe geschenkt. *Hach*

Morgen geht es dann weiter auf den Jebel Akhdar und in die Al Hoota Cave.

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