Tag 4

Heute klingelte der Wecker schon um 6 Uhr. Was aber überhaupt nicht schlimm war, denn heute wartete ja der Grund meiner Oman – Reise auf mich: die Rosenernte. Um 6:45h fuhren Sufyan und ich nach Al Ain. Al Ain ist eins von 3 Dörfern, die man über einen ausgeschilderten Pfad ablaufen kann. Startpunkt hierfür ist Al Aqr. Al Ain liegt in der Mitte, Al Shirayjah  ist der Endpunkt. Wir entschieden uns für die Route von Al Ain nach Al Shirayjah weil man in Al Ain die Rosenernte besonders gut beobachten kann. Sobald man Al Ain betritt wird man von einem überwältigenden Rosenduft empfangen. Ich hatte viel darüber gelesen, aber es mir nicht so intensiv vorgestellt. Unglaublich schön. Genauso wie die Aussichten, die man von hier aus hat. Um einen herum 2000 Meter tiefe Schluchten an die sich ein Terrassenfeld nach dem anderen klammert. Nach wenigen Metern trafen wir bereits auf die ersten Rosenpflücker. Sufyan unterhielt sich mit Ihnen und ruck zuck durfte ich mich mit meiner Kamera bewaffnet, fast auf dem Boden krabbelnd, durch die dichten Rosenbüsche kämpfen und Fotos machen. Die Männer schienen alle sehr stolz zu sein, diese Arbeit machen zu dürfen und doch ergeht es diesen Traditionen im Oman nicht anders, als überall sonst auf der Welt. Sie sterben nach und nach aus, weil die Jugend in die Städte zieht, um zu studieren,  erzählte uns der alte Naseem im Rosenfeld.

Hier oben ist es deutlich frischer als im Tal. Und trotzdem kommt man aufgrund der dünnen Luft ganz schön außer Puste. Der Weg nach Al Shirayjah führt hauptsächlich bergab über Stock und Stein und hält eine fantastische Aussicht nach der anderen bereit.

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Nach ca. 1 Stunde kamen wir dann in Al Shirayjah an und trafen dort einen alten Omani, der selbst privat Rosenwasser destilliert. Wir durften sein kleines Haus besichtigen und wurden für morgen eingeladen, bei der Herstellung zu zu sehen.

Der Weg zurück nach Al Ain ist ziemlich beschwerlich, da es fast nur bergauf geht und man einige hundert Treppenstufen überwinden muss. Auf jeden Fall genug Pausen einplanen,  festes Schuhwerk anziehen und den Rucksack mit vielen Wasserflaschen füllen.

Von Al Ain aus fuhren wir dann ca. 5 Kilometer nach Wadi Bani Habib. Ein verlassenes Dorf, in das man hinunter wandern kann. Dieser Ort ist wirklich ausgesprochen sehenswert und ich werde im Oktober noch mal mit mehr Zeit zurück kommen.

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Nach 4 Stunden wandern waren wir dann ganz schön platt und haben uns entschieden, den Rest des Tages zu relaxen.

Sufyan und ich sagen Ma’a salama und bis morgen 🙂

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0 Gedanken zu „Tag 4

  1. Opi sagt:

    Opi wird das Gefühl nicht los, dass der geplante Aufenthalt im Winter was mit Rosen zu tun hat 🙂
    Ich wünsche Dir eine tolle Zeit!
    LG Opi

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