Wadi Shab

Das Wadi Shab ist ohne Frage eines der schönsten und bekanntesten Wadis im Oman. An der Küstenstraße zwischen Muscat und Sur gelegen, ist es einer der Anziehungspunkte für Naturfans. Die Fahrt von Muscat aus dauert ungefähr 2 Stunden. Die Beschilderung ist für omanische Verhältnisse gut, so dass man keine Probleme hat, zum Startpunkt zu gelagen. Etwas erschüttert ist man bei der Ankunft über die große Autobahnbrücke, die die ansonsten so paradiesische Kulisse doch etwas trübt.

Am Eingang zum Wadi gibt es einen Parkplatz, der inzwischen fast immer gut gefüllt ist. Es empfiehlt sich, recht früh anzureisen, da das Wadi dann noch relativ leer ist und sich die Temperaturen noch in einem erträglichen Rahmen bewegen. Außerdem ist das Licht zu dieser Zeit besonders schön 🙂 Am Eingang zum Wadi gibt es die letzte Möglichkeit, eine Toilette zu besuchen. Das Wadi ist ansonsten praktisch nicht erschlossen. Da man unterwegs auch keine Snacks oder Getränke kaufen kann, empfiehlt es sich, den Rucksack vor dem Start gut zu befüllen. Vom Parkplatz aus geht es mit einem kleinen Motorboot auf die andere Seite der Wasserstelle (Kosten um 500 Baiza). Von dort aus beginnt man seine Wanderung.

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Das Wadi Shab ist mit seinen türkisfarbenen Wasserstellen, den gigantischen Felswänden und der schönen Vegetation ein perfektes Ausflugsziel für alle, die gerne (anspruchsvoll) wandern. Es gibt einen Wanderweg durch das Wadi, der (leider recht unauffällig) gekennzeichnet ist. Manchmal entdeckt man nur mit viel Mühe in Steine gehauene Treppenstufen. An anderen Stellen bewegt man sich über rutschige Steine nah am Abgrund. Gutes Schuhwerk und äußerste Vorsicht sind auch hier gute Begleiter.

Da das Wadi praktisch in seinem gesamten Verlauf durch eine Schlucht führt, findet man problemlos Schattenplätzchen, um eine kleine Pause einzulegen. Die Wanderung hinein ins Wadi dauert – je nach Lauftempo – ca 1,5 Stunden. Am Ende wartet eine ganz besondere Belohnung – allerdings nur für Besucher, die bereit sind, zu schwimmen und ein klein wenig Überwindungskraft aufbringen können. Die letzte große Wasserstelle mündet nämlich in einer kleinen Höhle, in der Wasserfälle von der Decke stürzen. Um dort hinein zu gelangen, muss man durch einen sehr schmalen Felsspalt schwimmen. Je nach Wasserstand auch kurz tauchen, um in den Innenraum zu gelangen.

Weitere Infos zum Wadi Shab findet ihr natürlich auch in meinem Blog/Tagebuch.

https://midnightoman.wordpress.com/2015/11/22/tag-22-und-23