Musandam

Die Halbinsel Musandam, die wegen ihrer Fjorde auch als “Norwegen Arabiens” bezeichnet wird, ragt als nördlichster Zipfel Omans weit in die Meerenge von Hormuz. Musandam ist eine Exklave und nicht direkt an das Staatsgebiet Omans angebunden.

Zu erreichen ist Musandam heute – anders als früher, wo man noch mehrtägige waghalsige Autofahrten in Kauf nehmen musste – bequem mit dem Flugzeug oder der Fähre. Aufgrund seiner besonderen Lage und der späten Erschließung, konnte Musandam viel von seinen ursprünglichen Charakter bewahren. Auf der ca. 3000 km² großen Halbinsel leben nur etwa 30.000 Einwohner.

Wer sich dazu entschließt, Musandam auf dem Landweg anzusteuern, hat – je nach Abenteuerlust – verschiedene Möglichkeiten, seine Tour zu planen:

Die eher wenig aufregende Variante startet von Muscat aus in Richtung Sohar und dann weiter nach Dibba. Von hier aus sind es noch einmal 130 km, die man bequem über die bestens ausgebaute Nationalstraße E 78 durch die Vereinigten Arabischen Emirate zurücklegt. Wichtig: Man verlässt den Oman einmal, während man die VAE durchquert und muss dann wieder in den Oman “einreisen”. Dies bedeutet diverse Grenzüberquerungen, die Zeit und Geld für Visa kosten. Außerdem ist bei der Anmietung eines Fahrzeugs im Oman anzugeben, dass der Wagen den Oman für eine gewisse Zeit verlässt. Hierfür wird eine extra Gebühr erhoben und man erhält ein Schriftstück, dass man an den Grenzen vorzeigen muss!

Für abenteuerlustige und offroad-erprobte Fahrer gibt es eine weitaus spannendere Möglichkeit, Musandam zu erreichen: durchs Gebirge. Die Pistenstreckte führt entlang der Wadis Khab As Shamsi und Bih bis zum “Emirati Checkpoint. Von hier ab ist die Strecke wieder asphaltiert. Leider bin ich diese Route selbst noch nicht gefahren, habe aber immer wieder gehört und gelesen, dass es sich um eine der schönsten Off-Road Strecken Omans handeln soll. Ein Allrad-Antrieb ist natürlich Pflicht.